Im Jahr 2004 fand das Festival Janáčeks Brno statt, in dessen Rahmen sämtliche Opernwerke Leoš Janáčeks zur Aufführung kamen. Die positive Resonanz, auf die dieses Kulturereignis stieß, führte zu der Idee einer regelmäßigen Biennale, die nunmehr seit 2008 mit großem Erfolg stattfindet. Das internationale Festival Janáček Brno präsentiert heute als weltweit einzige Kulturveranstaltung das Werk Leoš Janáčeks direkt an den Orten, wo er für mehr als ein halbes Jahrhundert lebte und wirkte.
Das Festival Janáček Brno zählt zu den bedeutendsten Kulturereignissen Europas, es ist dem künstlerischen Vermächtnis Leoš Janáčeks als eines der größten tschechischen Komponisten gewidmet und präsentiert sein Werk im internationalen Kontext. Auch in Tschechien nimmt das Festival Janáček Brno eine ganz besondere Position ein, da es hier als einziges das gesamte Opernwerk des Komponisten in der Interpretation tschechischer wie ausländischer Ensembles präsentiert.
Dank des internationalen Renommees des Festivals konnten grenzüberschreitende künstlerische Kooperationen angeknüpft werden, wie es sie im tschechischen Kontext sonst nirgends gibt. Das Festival präsentiert Inszenierungen weltbekannter Künstler wie Robert Carsen, Claus Guth, David Pountney, Kornél Mundruczó, Robert Wilson, Calixto Bieito, Harry Kupfer, Peter Konwitschny, Tatjana Gürbaca, David Radok oder Jiří Kylián und arbeitet mit herausragenden Dirigenten wie Jakub Hrůša, Tomáš Netopil, Tomáš Hanus, Robert Jindra und Marko Ivanović zusammen. Von grundlegender Bedeutung ist auch die Kooperation mit führenden Opernhäusern – sei es in Form von Gastspielen oder der Koproduktion bei der Entstehung von Inszenierungen für das Festival –, unter denen etwa die Welsh National Opera, die Staatsoper Berlin, das Teatro Real Madrid, das Grand Théâtre de Genève, die Opera Antwerpen, das Staatstheater Nürnberg, das Theater an der Wien, die Wiener Staatsoper oder die Göteborgsoperan zu nennen sind.



