18. 10. 2026, 19 Uhr
Mahen-Theater
Sopran: Corinne Winters
Klavier: David Mareček
Violoncello: Lukáš Mareček
18. 10. 2026
19 Uhr
Mahen-Theater
Sopran: Corinne Winters
Klavier: David Mareček
Violoncello: Lukáš Mareček

Antonín Dvořák: Liebeslieder, op. 83, B 160
Vítězslava Kaprálová: Zwei Lieder nach Texten von R. Bojko, op. 4
Vítězslava Kaprálová: Abschied und Schleier, op. 14
Vítězslava Kaprálová: In die Ferne gesungen, op. 22
Leoš Janáček: Mährische Volksdichtung in Liedern, JW V/2 (Auswahl)
Leoš Janáček: Märchen für Violoncello und Klavier, JW VII/5
Erich Wolfgang Korngold: Drei Lieder, op. 22
Erich Wolfgang Korngold: Drei Gesänge, op. 18 (Nr. 2 und 3)
Die Liebeslieder nach Gedichten von Gustav Pfleger Moravský schuf Antonín Dvořák (1841–1904) Ende des Jahres 1888 durch Überarbeitung und Neufassung von acht Liedern aus seinem frühen Zyklus Zypressen aus dem Jahr 1865. Dvořáks meisterhafte Vertonung zählt diesen Zyklus zu den Juwelen der tschechischen Liedliteratur.
Das Werk der Komponistin Vítězslava Kaprálová (1915–1940) eröffnet eine intime, weibliche Welt voller zarter, lyrischer Empfindsamkeit. In ihren Liederzyklen gestaltet Kaprálová Einflüsse von Janáček, Martinů und der Avantgarde ihrer Zeit zu einem eigenständigen, persönlichen Ausdruck um. Der Querschnitt ihres Liedschaffens reicht von den frühen Zwei Liedern nach Texten von R. Bojko aus dem Jahr 1932 über das Lied Abschied und Schleier nach einem Text von Vítězslav Nezval (1937) bis zum späten Zyklus In die Ferne gesungen, der 1939 in Paris entstand.
Leoš Janáčeks Mährische Volksdichtung in Liedern, in die der Komponist dreiundfünfzig Bearbeitungen von Volksliedern für Gesang und Klavier einbezog, entstand in den Jahren 1892–1901 parallel zu seiner Arbeit an der Oper Jenůfa. Janáčeks Klavierbegleitung stilisiert meisterhaft die ursprünglichen Volksmusikmotive und verstärkt die Stimmung dieser überwiegend Liebeslieder.
Zur Komposition seines Märchens für Violoncello und Klavier inspirierte Janáčka im Jahr 1910 die russische Dichtung Das Märchen vom Zaren Berendej von Wassilij Andrejewitsch Schukowski – ein episches Gedicht, das von familiärem Glück, unerfülltem Kinderwunsch und dem Schmerz über deren Verlust erzählt. Diese Themen durchziehen auch Janáčeks eigenes Leben. Sein Märchen erfüllt er mit virtuoser, emotional aufgeladener Musik voller Zärtlichkeit, Dramatik und Freude.
Das Konzert schließt mit Liedern des in Brünn geborenen Komponisten und berühmten Schöpfers von Opern- und Filmmusik Erich Wolfgang Korngold (1897–1957). Während die Drei Lieder, op. 22 (1928–1929) auf Liebesgedichten des Musikkritikers Karl Kobald und der österreichischen Gräfin Eleonore van der Straaten-Sternberg beruhen, bilden die mystischen Verse des Dramatikers Hans Kaltneker die Textvorlage für die Drei Gesänge, op. 18 (1924). Korngolds spätromantische Tonsprache unterstreicht die träumerische und geheimnisvolle Atmosphäre dieser Poesie.
Text: Ondřej Pivoda
Antonín Dvořák: Liebeslieder, op. 83, B 160
Vítězslava Kaprálová: Zwei Lieder nach Texten von R. Bojko, op. 4
Vítězslava Kaprálová: Abschied und Schleier, op. 14
Vítězslava Kaprálová: In die Ferne gesungen, op. 22
Leoš Janáček: Mährische Volksdichtung in Liedern, JW V/2 (Auswahl)
Leoš Janáček: Märchen für Violoncello und Klavier, JW VII/5
Erich Wolfgang Korngold: Drei Lieder, op. 22
Erich Wolfgang Korngold: Drei Gesänge, op. 18 (Nr. 2 und 3)
Die Liebeslieder nach Gedichten von Gustav Pfleger Moravský schuf Antonín Dvořák (1841–1904) Ende des Jahres 1888 durch Überarbeitung und Neufassung von acht Liedern aus seinem frühen Zyklus Zypressen aus dem Jahr 1865. Dvořáks meisterhafte Vertonung zählt diesen Zyklus zu den Juwelen der tschechischen Liedliteratur.
Das Werk der Komponistin Vítězslava Kaprálová (1915–1940) eröffnet eine intime, weibliche Welt voller zarter, lyrischer Empfindsamkeit. In ihren Liederzyklen gestaltet Kaprálová Einflüsse von Janáček, Martinů und der Avantgarde ihrer Zeit zu einem eigenständigen, persönlichen Ausdruck um. Der Querschnitt ihres Liedschaffens reicht von den frühen Zwei Liedern nach Texten von R. Bojko aus dem Jahr 1932 über das Lied Abschied und Schleier nach einem Text von Vítězslav Nezval (1937) bis zum späten Zyklus In die Ferne gesungen, der 1939 in Paris entstand.
Leoš Janáčeks Mährische Volksdichtung in Liedern, in die der Komponist dreiundfünfzig Bearbeitungen von Volksliedern für Gesang und Klavier einbezog, entstand in den Jahren 1892–1901 parallel zu seiner Arbeit an der Oper Jenůfa. Janáčeks Klavierbegleitung stilisiert meisterhaft die ursprünglichen Volksmusikmotive und verstärkt die Stimmung dieser überwiegend Liebeslieder.
Zur Komposition seines Märchens für Violoncello und Klavier inspirierte Janáčka im Jahr 1910 die russische Dichtung Das Märchen vom Zaren Berendej von Wassilij Andrejewitsch Schukowski – ein episches Gedicht, das von familiärem Glück, unerfülltem Kinderwunsch und dem Schmerz über deren Verlust erzählt. Diese Themen durchziehen auch Janáčeks eigenes Leben. Sein Märchen erfüllt er mit virtuoser, emotional aufgeladener Musik voller Zärtlichkeit, Dramatik und Freude.
Das Konzert schließt mit Liedern des in Brünn geborenen Komponisten und berühmten Schöpfers von Opern- und Filmmusik Erich Wolfgang Korngold (1897–1957). Während die Drei Lieder, op. 22 (1928–1929) auf Liebesgedichten des Musikkritikers Karl Kobald und der österreichischen Gräfin Eleonore van der Straaten-Sternberg beruhen, bilden die mystischen Verse des Dramatikers Hans Kaltneker die Textvorlage für die Drei Gesänge, op. 18 (1924). Korngolds spätromantische Tonsprache unterstreicht die träumerische und geheimnisvolle Atmosphäre dieser Poesie.
Text: Ondřej Pivoda




