13. 11. 2026, 20 Uhr
Janáček-Theater
Komponist: Leoš Janáček
Dirigent: Robert Jindra
Regie: Krzysztof Warlikowski
Ensemble: Bayerische Staatsoper
Die Vorstellung dauert 1 Stunde und 45 Minuten, ohne Pause.
13. 11. 2026
20 Uhr
Janáček-Theater
Komponist: Leoš Janáček
Dirigent: Robert Jindra
Regie: Krzysztof Warlikowski
Ensemble: Bayerische Staatsoper
Die Vorstellung dauert 1 Stunde und 45 Minuten, ohne Pause.

Dirigent: Robert Jindra
Regie: Krzysztof Warlikowski
Bühnenbild: Małgorzata Szczęśniak
Lichtdesign: Felice Ross
Video: Kamil Polak
Choreografie: Claude Bardouil
Chorleitung: Franz Obermair
Dramaturgie: Christian Longchamp, Lukas Leipfinger
Besetzung:
Dikoj – Dmitry Cheblykov
Boris – Pavel Černoch
Kabanicha – Violeta Urmana
Tichon – Ya-Chung Huang
Katja – Corinne Winters
Kudrjaš – N.N.
Varvara – Ekaterine Buachidze
Kuligin – Armand Rabot
Glaša – Meg Brilleslyper
Fekluša – Elene Gvritishvili
Ein Mann – Zipei Zheng
Eine Frau – Lucy Altus
1. Akt
Der junge Lehrer Kudrjaš bewundert die weite Landschaft und den Fluss Wolga.
Der friedliche Nachmittag wird durch den zornigen Auftritt des Kaufmanns Dikoj mit seinem Neffen Boris gestört. Kudrjaš wundert sich, warum Boris die Grobheit seines Onkels weiterhin erträgt. Boris gesteht, dass er in Kalinov unglücklich ist, aber keine andere Wahl hat: Wenn er das Erbe seiner Großmutter für sich und seine Schwester erhalten will, muss er laut Testament bei seinem Onkel leben und dessen Schikanen ertragen, bis beide volljährig sind. Sein Unglück wird noch vergrößert durch seine hoffnungslose Liebe zu einer verheirateten Frau – Katja Kabanowa.
Auch Katja ist in ihrer Ehe nicht glücklich. Sie ist in einer liebevollen Familie aufgewachsen, doch jetzt hat sie einen schwachen, trinkenden Ehemann und eine despotische Schwiegermutter, die das Haus tyrannisch beherrscht und Katja hasst, weil sie auf Tichons Zuneigung eifersüchtig ist. Nun befiehlt sie ihrem Sohn, noch am selben Tag zur Messe nach Kasan zu reisen, und wirft ihm mangelnde kindliche Liebe und Gehorsam vor.
Am Abend im Hause der Kabanovs sticken Katja und Varvara gemeinsam, während Katja an die glücklichen Tage ihrer Jugend zurückdenkt. Sie gesteht, dass sie sich heimlich verliebt hat, und die leichtsinnige Varvara bietet sich als Vermittlerin an. Tichon kommt, um sich von seiner Frau zu verabschieden. Katja fleht ihn an, sie mitzunehmen oder sie wenigstens durch einen Schwur zu binden. Tichon versteht sie nicht und lehnt ab. Kabanicha überwacht ihre Verabschiedung und zwingt Tichon, Katja mit erniedrigenden Ermahnungen zu demütigen.
2. Akt
Kabanicha wirft Katja vor, dass sie ihre Trauer über Tichons Abreise nicht deutlich genug zeige. Varvara bringt den Schlüssel zum Gartentor, den sie ihrer Mutter gestohlen hat, um sich mit Kudrjaš treffen zu können. Katja wehrt sich zunächst, nimmt den Schlüssel aber schließlich an. Der angetrunkene Dikoj kommt zu Kabanicha und bittet sie um Zuneigung.
In der Schlucht hinter dem Garten der Kabanovs treffen sich Varvara und Kudrjaš. Auf Varvaras Einladung kommt auch Boris. Katja kämpft gegen ihre Leidenschaft an, doch schließlich fällt sie Boris in die Arme.
3. Akt
Über der Stadt bricht ein heftiges Gewitter los. Die Menschen suchen Zuflucht in einem halb verfallenen, ausgebrannten Kloster. Kudrjaš nutzt die Gelegenheit, um Dikoj für seine Idee zu gewinnen, in der Stadt Blitzableiter zu errichten. Für Dikoj ist das Unwetter jedoch ein Zeichen göttlichen Zorns, und er weist Kudrjaš’ Erklärungen mit Schimpfworten zurück.
Varvara sucht Boris auf und erzählt ihm, dass Katja seit Tichons Rückkehr wie von Sinnen sei. Auch die Kabanovs suchen Schutz in der Ruine. Von Angst und Gewissensqualen gepeinigt, gesteht Katja vor allen ihre Untreue mit Boris. Kabanicha triumphiert. Tichon will Katja vergeben, doch sie flieht.
Glaša und Tichon suchen Katja vergeblich. Varvara ist entschlossen, das Elternhaus zu verlassen, und verabredet mit Kudrjaš die Flucht nach Moskau. Am Ufer der Wolga erscheint Katja, die spürt, dass der Tod die einzige Erlösung von dem unerträglichen Leben bei den Kabanovs ist. Sie sehnt sich nur danach, sich von Boris zu verabschieden. Er kommt mit der Nachricht, dass sein Onkel ihn nach Sibirien schickt, um dort die Geschäfte zu leiten. Nach seinem Weggang stürzt sich Katja in die tiefen Wasser der Wolga.
In Leoš Janáčeks Oper Katja Kabanowa ist die Titelheldin in einem dunklen Geflecht menschlicher Beziehungen gefangen. Ihre herrische Schwiegermutter Kabanicha kontrolliert ihren Sohn Tichon, dessen Ehe mit Katja unter dieser Tyrannei leidet. Da Katja in dieser Familie keine Erfüllung findet, flüchtet sie sich in eine heimliche Liebesbeziehung zu Boris.
Janáček, der selbst das Libretto schrieb, verdichtete die Handlung des Dramas Gewitter von Alexander N. Ostrowski und verzichtete bewusst auf umfangreiche gesellschaftliche Beschreibungen. Stattdessen schuf er eine musikalische Sprache von außergewöhnlicher psychologischer Sensibilität, in der er Katjas innere Entwicklung nachzeichnet. Schuldgefühle und seelische Qualen steigern sich, bis sie in ihrem öffentlichen Geständnis kulminieren – einem emotionalen Gewitter, das alles hinwegfegt.
Regisseur Krzysztof Warlikowski zeigt Katja als Außenseiterin, der es verwehrt bleibt, nach ihren Sehnsüchten zu leben – eine Frau, die schließlich den Tod einem Leben in Heuchelei vorzieht. In dieser Münchner Produktion verstärken Bühnenbild, Lichtgestaltung und Videoprojektionen Katjas innere Welt und die gesellschaftlichen Zwänge, die sie umgeben.
Premiere: 6. März 2024, Bayerische Staatsoper, München
Dirigent: Robert Jindra
Regie: Krzysztof Warlikowski
Bühnenbild: Małgorzata Szczęśniak
Lichtdesign: Felice Ross
Video: Kamil Polak
Choreografie: Claude Bardouil
Chorleitung: Franz Obermair
Dramaturgie: Christian Longchamp, Lukas Leipfinger
Besetzung:
Dikoj – Milan Siljanov
Boris – Pavel Černoch
Kabanicha – Violeta Urmana
Tichon – John Daszak
Katja – Corinne Winters
Kudrjaš – James Ley
Varvara – Ena Pongrac
Kuligin – Thomas Mole
Glaša – Ekaterine Buachidze
Fekluša – Elene Gvritishvili
Ein Mann – Samuel Stopford
Eine Frau – Natalie Lewis
1. Akt
Der junge Lehrer Kudrjaš bewundert die weite Landschaft und den Fluss Wolga.
Der friedliche Nachmittag wird durch den zornigen Auftritt des Kaufmanns Dikoj mit seinem Neffen Boris gestört. Kudrjaš wundert sich, warum Boris die Grobheit seines Onkels weiterhin erträgt. Boris gesteht, dass er in Kalinov unglücklich ist, aber keine andere Wahl hat: Wenn er das Erbe seiner Großmutter für sich und seine Schwester erhalten will, muss er laut Testament bei seinem Onkel leben und dessen Schikanen ertragen, bis beide volljährig sind. Sein Unglück wird noch vergrößert durch seine hoffnungslose Liebe zu einer verheirateten Frau – Katja Kabanowa.
Auch Katja ist in ihrer Ehe nicht glücklich. Sie ist in einer liebevollen Familie aufgewachsen, doch jetzt hat sie einen schwachen, trinkenden Ehemann und eine despotische Schwiegermutter, die das Haus tyrannisch beherrscht und Katja hasst, weil sie auf Tichons Zuneigung eifersüchtig ist. Nun befiehlt sie ihrem Sohn, noch am selben Tag zur Messe nach Kasan zu reisen, und wirft ihm mangelnde kindliche Liebe und Gehorsam vor.
Am Abend im Hause der Kabanovs sticken Katja und Varvara gemeinsam, während Katja an die glücklichen Tage ihrer Jugend zurückdenkt. Sie gesteht, dass sie sich heimlich verliebt hat, und die leichtsinnige Varvara bietet sich als Vermittlerin an. Tichon kommt, um sich von seiner Frau zu verabschieden. Katja fleht ihn an, sie mitzunehmen oder sie wenigstens durch einen Schwur zu binden. Tichon versteht sie nicht und lehnt ab. Kabanicha überwacht ihre Verabschiedung und zwingt Tichon, Katja mit erniedrigenden Ermahnungen zu demütigen.
2. Akt
Kabanicha wirft Katja vor, dass sie ihre Trauer über Tichons Abreise nicht deutlich genug zeige. Varvara bringt den Schlüssel zum Gartentor, den sie ihrer Mutter gestohlen hat, um sich mit Kudrjaš treffen zu können. Katja wehrt sich zunächst, nimmt den Schlüssel aber schließlich an. Der angetrunkene Dikoj kommt zu Kabanicha und bittet sie um Zuneigung.
In der Schlucht hinter dem Garten der Kabanovs treffen sich Varvara und Kudrjaš. Auf Varvaras Einladung kommt auch Boris. Katja kämpft gegen ihre Leidenschaft an, doch schließlich fällt sie Boris in die Arme.
3. Akt
Über der Stadt bricht ein heftiges Gewitter los. Die Menschen suchen Zuflucht in einem halb verfallenen, ausgebrannten Kloster. Kudrjaš nutzt die Gelegenheit, um Dikoj für seine Idee zu gewinnen, in der Stadt Blitzableiter zu errichten. Für Dikoj ist das Unwetter jedoch ein Zeichen göttlichen Zorns, und er weist Kudrjaš’ Erklärungen mit Schimpfworten zurück.
Varvara sucht Boris auf und erzählt ihm, dass Katja seit Tichons Rückkehr wie von Sinnen sei. Auch die Kabanovs suchen Schutz in der Ruine. Von Angst und Gewissensqualen gepeinigt, gesteht Katja vor allen ihre Untreue mit Boris. Kabanicha triumphiert. Tichon will Katja vergeben, doch sie flieht.
Glaša und Tichon suchen Katja vergeblich. Varvara ist entschlossen, das Elternhaus zu verlassen, und verabredet mit Kudrjaš die Flucht nach Moskau. Am Ufer der Wolga erscheint Katja, die spürt, dass der Tod die einzige Erlösung von dem unerträglichen Leben bei den Kabanovs ist. Sie sehnt sich nur danach, sich von Boris zu verabschieden. Er kommt mit der Nachricht, dass sein Onkel ihn nach Sibirien schickt, um dort die Geschäfte zu leiten. Nach seinem Weggang stürzt sich Katja in die tiefen Wasser der Wolga.
In Leoš Janáčeks Oper Katja Kabanowa ist die Titelheldin in einem dunklen Geflecht menschlicher Beziehungen gefangen. Ihre herrische Schwiegermutter Kabanicha kontrolliert ihren Sohn Tichon, dessen Ehe mit Katja unter dieser Tyrannei leidet. Da Katja in dieser Familie keine Erfüllung findet, flüchtet sie sich in eine heimliche Liebesbeziehung zu Boris.
Janáček, der selbst das Libretto schrieb, verdichtete die Handlung des Dramas Gewitter von Alexander N. Ostrowski und verzichtete bewusst auf umfangreiche gesellschaftliche Beschreibungen. Stattdessen schuf er eine musikalische Sprache von außergewöhnlicher psychologischer Sensibilität, in der er Katjas innere Entwicklung nachzeichnet. Schuldgefühle und seelische Qualen steigern sich, bis sie in ihrem öffentlichen Geständnis kulminieren – einem emotionalen Gewitter, das alles hinwegfegt.
Regisseur Krzysztof Warlikowski zeigt Katja als Außenseiterin, der es verwehrt bleibt, nach ihren Sehnsüchten zu leben – eine Frau, die schließlich den Tod einem Leben in Heuchelei vorzieht. In dieser Münchner Produktion verstärken Bühnenbild, Lichtgestaltung und Videoprojektionen Katjas innere Welt und die gesellschaftlichen Zwänge, die sie umgeben.
Premiere: 6. März 2024, Bayerische Staatsoper, München







