25. 10. 2026, 15 Uhr
Janáček-Theater
Komponist: Leoš Janáček
Dirigent: Tomáš Netopil
Regie: Jiří Heřman
Ensemble: Janáček-Oper des Nationaltheaters Brno
Orchester: ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Die Aufführung dauert 2 Stunden und 10 Minuten einschließlich einer Pause (25 Minuten).
25. 10. 2026
15 Uhr
Janáček-Theater
Komponist: Leoš Janáček
Dirigent: Tomáš Netopil
Regie: Jiří Heřman
Ensemble: Janáček-Oper des Nationaltheaters Brno
Orchester: ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Die Aufführung dauert 2 Stunden und 10 Minuten einschließlich einer Pause (25 Minuten).

Weitere Aufführung: 24. 10. 2026
Dirigent: Tomáš Netopil
Musikalische Leitung: Marko Ivanović
Regie: Jiří Heřman
Bühnenbild: Dragan Stojčevski
Kostüme: Alexandra Grusková
Lichtdesign: Daniel Tesař
Bewegungskoordination: Kateřina Nováčková
Chorleitung: Martin Buchta
Dramaturgie: Patricie Částková
Besetzung:
Füchslein Schlaukopf – Kateřina Kněžíková
Goldrücken – Václava Krejčí Housková
Förster – Adam Plachetka
Schulmeister / Mücke – Petr Levíček
Pfarrer / Dachs – Jan Šťáva
Förstersfrau / Eule – Daniela Straková
Pásek – Petr Karas
Pásková / Specht – Jitka Zerhauová
Pepík – Barbora Šancová
Frantík – Eva Daňhilová
Harašta – Tadeáš Hoza
Grille – Barbora Šancová
Heuschrecke – Eva Daňhilová
Hund Lapák – Alžběta Symerská
Hahn – Andrea Široká
Henne Chocholka – Veronika Zaplatilová
Eichelhäher – Andrea Široká
Ist es ein Märchen oder… waren wir wirklich einst so jung?
Die zitternden Flügel einer Libelle am Fenster erinnern an das unerbittliche Vergehen der Zeit, und doch wird es eine neue Libelle geben – mehrere Generationen in einem einzigen warmen Sommer. Ein rothaariges Mädchen öffnet das Fenster, und die Libelle fliegt hinein… als ob der Wald selbst einträte, mit ihm die Erinnerungen des Försters an sein Leben.
Der Förster ist im Wald eingeschlafen. Wie auch nicht – das von der Sonne erwärmte Moos lädt zur Ruhe ein, und seiner Frau kann er sagen, dass sie auf Wilderer gelauert hätten. Das kleine Füchslein macht sich auf, den Wald zu erkunden; es gibt hier so viele merkwürdige Dinge. Zum Beispiel einen grünen Grashüpfer, der den schlafenden Förster weckt. Das Füchslein lugt neugierig hervor – es ist leicht, es zu fangen. Zu spät ruft es nach der Mutter; der Förster trägt es in die Försterei, zur Freude der Kinder – und auch seiner eigenen.
Aus dem kleinen Füchslein wird die Füchsin Schlaukopf. Sie lebt im Hof zusammen mit dem Hund Lapák, einem Hühnerhaufen und dem Hahn. Es ist Frühling, und Lapák sehnt sich vergeblich nach Liebe. Auch Schlaukopf hat noch keine Erfahrung, aber sie erinnert sich, was im Starennest über ihrer Höhle geschah. Der Försterjunge Pepík prahlt vor Frantík mit der Füchsin, aber ihr Neckspiel mit Stöcken endet mit einem ordentlichen Biss ins Bein. Eine Füchsin ist schließlich kein Hund. Die Förstersfrau macht eine Szene, und die Füchsin muss angebunden werden. Die Hühner freuen sich – sie hat sie über den Hof gejagt, und jetzt hat sie Pech. Vergeblich hält die Füchsin eine revolutionäre Rede und ruft die Hühner auf, sich von der Herrschaft des Hahns zu befreien. Als das nichts nützt, stellt sie sich tot. Der Hahn, von den Hühnern angestachelt, geht nachsehen, ob sie wirklich tot ist. Ein Biss – und schon steckt der Hahnenkopf im Maul der Füchsin. Und warum beim Hahn aufhören? Schlaukopf wütet unter den Hühnern, und die Förstersfrau, die durch den Lärm herbeieilt, bekommt fast einen Schlag. „Alter, schieß sie tot!“, schreit sie, doch die Füchsin ist schneller – und schon verschwindet der rote Schwanz im Wald. Zwischen den Bäumen erwartet Schlaukopf die ersehnte Freiheit – doch sie braucht auch ein Zuhause. Ohne Zögern vertreibt sie, zur Belustigung der übrigen Waldbewohner, den mürrischen alten Dachs aus seiner Höhle.
Im Wirtshaus bei Pásek trifft sich wie üblich die Gesellschaft – der Förster, der mürrische Pfarrer und der Schulmeister, der seiner heimlichen Liebe nachtrauert. Der Förster neckt ihn. Für das spöttische Lied über die Jungfrau, der sich der Schulmeister seit Jahren nicht traut, seine Liebe zu gestehen, erntet der Förster eine bissige Frage, wie es denn mit der Füchsin gehe, die er nach Hause gebracht habe. „Sie ist entlaufen, und ich werde sie nicht suchen“, brummt er ärgerlich. Der ordentlich angetrunkene Schulmeister erhebt sich zum Aufbruch, und der Pfarrer folgt ihm. Er muss packen, denn er zieht auf eine andere Pfarre, und die neuen Mieter warten schon. Der Förster würde gern noch ein wenig in der Gesellschaft alter Freunde bleiben, doch vergeblich überredet er sie. Also macht auch er sich auf den Heimweg durch den Wald.
Der betrunkene Schulmeister torkelt nach Hause und denkt an die ersehnte Terynka. „Warten Sie, ich liebe Sie!“ ruft er dem Trugbild nach. Auch der Pfarrer hat gut getrunken, und in seinen Gedanken tauchen alte Liebeskränkungen auf – sie war schön, Augen wie Brunnen, doch umso schlimmer ihr Verrat. Beide schlafen in der Stille des Waldes ein. Auch der Förster taumelt durch den Wald, und als er die Füchsin sieht, schießt er. Das Einzige, was er beinahe trifft, ist der erschrockene Schulmeister, der fluchtartig aus der Schusslinie rennt. Auf der Lichtung, wo Schlaukopf nachts umherstreift, erscheint der Fuchs Goldrücken. Ein hübscher Bursche, und Schlaukopf kann die Augen nicht von ihm lassen. Schüchtern lernen sie sich kennen, und die Füchsin erzählt von ihrer Kindheit in der Försterei. „Die darf mir keiner wegschnappen“, denkt der Fuchs entschlossen. Er verschwindet, kommt aber bald mit einem Geschenk zurück – einem Kaninchen. Schlaukopf ist zunächst verlegen, doch Goldrückens aufrichtiges Liebesgeständnis überzeugt sie. Der Wald hat einen neuen Skandal! Schlaukopf und Goldrücken – und das ganz ohne ordentliche Hochzeit! Der Eule fallen fast die Augen aus, als sie es überall herumerzählt. Inzwischen vertraut Schlaukopf Goldrücken an, dass ihre Liebe nicht ohne Folgen geblieben ist. Was bleibt also anderes, als gleich zum Pfarrer zu gehen. Der Specht traut die beiden, und der ganze Wald feiert Hochzeit.
Der Sommer verschwand unter den Farben des Herbstes, die wiederum einer Schneedecke wichen. Doch ehe man sich versah, war wieder Frühling, Sommer und erneut Herbst. Der Förster trifft im Wald auf Harašta. Geht er wirklich nur wegen Geflügel auf den Markt, oder wildert er wieder? Harašta schwört, dass nicht, aber falls der Herr Förster es nicht bemerkt habe – dort am Rain liegt ein toter Hase. Der Förster erinnert sich an die Füchsin und stellt eine Falle. Inzwischen ist die Fuchsfamilie gewachsen, und die neugierige Kinderschar zu beaufsichtigen, ist für die Eltern eine rechte Aufgabe. Auch Schlaukopf entgeht der tote Hase nicht, doch sie erkennt die gestellte Falle. Harašta hat den Fuchsschwanz gesehen. Er wird bald heiraten, und so ein Pelz wäre ein schönes Geschenk für seine Braut. Er greift sich einen Stock und eilt der Füchsin nach, doch das Waldgetier läuft ihm zwischen die Beine, und Harašta landet mit blutender Nase. In der Zwischenzeit plündert Schlaukopf mit ihren Jungen seinen Geflügelrucksack. Der wütende Harašta erschießt sie.
Im Wirtshaus herrscht Trübsal. Pásek ist nach Brünn gefahren, und seine Frau hat keine Zeit, sich mit Gästen zu unterhalten. Der Pfarrer kommt nicht mehr, und dem Schulmeister ist nicht nach Reden – seine heimliche Liebe heiratet heute. Sie gehen früh auseinander, und der Förster macht sich auf in den Wald und nach Hause. Alles erinnert ihn an seine Jugend und den Tag seiner Hochzeit. Wie lange ist das schon her… Ein kleines Füchslein, neugierig, schmiegt sich an den Förster – es gleicht seiner Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten. Die Zeit vergeht – „das bin nicht ich, das war der Großvater“, ruft der Grashüpfer. Das Leben steht still – für eine Sekunde – und die Sekunde ist ein ganzes Leben. Der Kreis schließt sich, und doch geht er weiter…
Die berühmteste Füchsin der Opernbühne ist doch die Brünnerin von Janáček!
Bezaubernd, liebevoll, voller Kinder und ihrer Spielsachen, die spielerisch das Haus des Försters in einen Wald und sich selbst in Waldtiere verwandeln.
Jede Oper von Janáček ist ein Solitär, und Das schlaue Füchslein, in der sich auf der Bühne die Welt der Menschen mit der der Tiere vermischt, hat im Operngenre kein Pendant. Janáček suchte ein Thema, das seine Sicht auf die Welt und den ewigen Kreislauf des Lebens widerspiegelte – und so stirbt sein Füchslein durch die Hand des Wilderers Harašta. Doch da ist schon ein neues kleines Füchslein… das Leben geht weiter. So soll es sein – und genau das sagt auch Janáčeks Musik, lyrisch und melodisch, mit einem Orchester, das in den Farben der Wälder von Bílovice und ihrer lebendigen Tierwelt erstrahlt. Alles funkelt hier vor Humor, ein wenig rau auf Janáčksche Art, und doch voller Güte.
Der Autor der literarischen Vorlage, Rudolf Těsnohlídek, ist der Begründer der schönen Tradition des Weihnachtsbaums der Republik, und die Geschichte vom Auffinden des kleinen Mädchens Liduška im Wald zur Weihnachtszeit wurde auch für Leoš Janáček zu einer der Inspirationen für die Fuchs-Erzählung. Diese Idee spiegelt sich auch in der Inszenierung von Regisseur Jiří Heřman wider:
„Die Inspiration entsprang Těsnohlídeks großer Idee, das Kinderhaus Dagmar zu errichten, in das wir unsere Inszenierung verlegt haben. Wir erzählen die Geschichte des Füchsleins mit den Augen der Kinder.“
Premiere: 17. November 2018 im Janáček-Theater
Einstudiert in tschechischer Originalsprache mit tschechischen, englischen und deutschen Übertiteln.
Die Inszenierung ist für Kinder ab 6 Jahren geeignet.
Regie: Jiří Heřman
Dirigent: Tomáš Netopil
Musikalische Einstudierung: Marko Ivanović
Bühnenbild: Dragan Stojčevski
Kostüme: Alexandra Grusková
Lichtdesign: Daniel Tesař
Bewegungskoordination: Kateřina Nováčková
Chorleitung: Martin Buchta
Dramaturgie: Patricie Částková
Besetzung:
Füchslein Schlaukopf – Kateřina Kněžíková
Goldrücken – Václava Krejčí Housková
Förster – Adam Plachetka
Schulmeister / Mücke – Petr Levíček
Pfarrer / Dachs – Jan Šťáva
Förstersfrau / Eule – Daniela Straková
Pásek – Petr Karas
Pásková / Specht – Jitka Zerhauová
Pepík – Barbora Šancová
Frantík – Eva Svozilová
Harašta – Tadeáš Hoza
Grille – Barbora Šancová
Heuschrecke – Eva Svozilová
Hund Lapák – Jitka Klečanská
Hahn – Andrea Široká
Henne Chocholka – Martina Králíková
Eichelhäher – Andrea Široká
Ist es ein Märchen oder… waren wir wirklich einst so jung?
Die zitternden Flügel einer Libelle am Fenster erinnern an das unerbittliche Vergehen der Zeit, und doch wird es eine neue Libelle geben – mehrere Generationen in einem einzigen warmen Sommer. Ein rothaariges Mädchen öffnet das Fenster, und die Libelle fliegt hinein… als ob der Wald selbst einträte, mit ihm die Erinnerungen des Försters an sein Leben.
Der Förster ist im Wald eingeschlafen. Wie auch nicht – das von der Sonne erwärmte Moos lädt zur Ruhe ein, und seiner Frau kann er sagen, dass sie auf Wilderer gelauert hätten. Das kleine Füchslein macht sich auf, den Wald zu erkunden; es gibt hier so viele merkwürdige Dinge. Zum Beispiel einen grünen Grashüpfer, der den schlafenden Förster weckt. Das Füchslein lugt neugierig hervor – es ist leicht, es zu fangen. Zu spät ruft es nach der Mutter; der Förster trägt es in die Försterei, zur Freude der Kinder – und auch seiner eigenen.
Aus dem kleinen Füchslein wird die Füchsin Schlaukopf. Sie lebt im Hof zusammen mit dem Hund Lapák, einem Hühnerhaufen und dem Hahn. Es ist Frühling, und Lapák sehnt sich vergeblich nach Liebe. Auch Schlaukopf hat noch keine Erfahrung, aber sie erinnert sich, was im Starennest über ihrer Höhle geschah. Der Försterjunge Pepík prahlt vor Frantík mit der Füchsin, aber ihr Neckspiel mit Stöcken endet mit einem ordentlichen Biss ins Bein. Eine Füchsin ist schließlich kein Hund. Die Förstersfrau macht eine Szene, und die Füchsin muss angebunden werden. Die Hühner freuen sich – sie hat sie über den Hof gejagt, und jetzt hat sie Pech. Vergeblich hält die Füchsin eine revolutionäre Rede und ruft die Hühner auf, sich von der Herrschaft des Hahns zu befreien. Als das nichts nützt, stellt sie sich tot. Der Hahn, von den Hühnern angestachelt, geht nachsehen, ob sie wirklich tot ist. Ein Biss – und schon steckt der Hahnenkopf im Maul der Füchsin. Und warum beim Hahn aufhören? Schlaukopf wütet unter den Hühnern, und die Förstersfrau, die durch den Lärm herbeieilt, bekommt fast einen Schlag. „Alter, schieß sie tot!“, schreit sie, doch die Füchsin ist schneller – und schon verschwindet der rote Schwanz im Wald. Zwischen den Bäumen erwartet Schlaukopf die ersehnte Freiheit – doch sie braucht auch ein Zuhause. Ohne Zögern vertreibt sie, zur Belustigung der übrigen Waldbewohner, den mürrischen alten Dachs aus seiner Höhle.
Im Wirtshaus bei Pásek trifft sich wie üblich die Gesellschaft – der Förster, der mürrische Pfarrer und der Schulmeister, der seiner heimlichen Liebe nachtrauert. Der Förster neckt ihn. Für das spöttische Lied über die Jungfrau, der sich der Schulmeister seit Jahren nicht traut, seine Liebe zu gestehen, erntet der Förster eine bissige Frage, wie es denn mit der Füchsin gehe, die er nach Hause gebracht habe. „Sie ist entlaufen, und ich werde sie nicht suchen“, brummt er ärgerlich. Der ordentlich angetrunkene Schulmeister erhebt sich zum Aufbruch, und der Pfarrer folgt ihm. Er muss packen, denn er zieht auf eine andere Pfarre, und die neuen Mieter warten schon. Der Förster würde gern noch ein wenig in der Gesellschaft alter Freunde bleiben, doch vergeblich überredet er sie. Also macht auch er sich auf den Heimweg durch den Wald.
Der betrunkene Schulmeister torkelt nach Hause und denkt an die ersehnte Terynka. „Warten Sie, ich liebe Sie!“ ruft er dem Trugbild nach. Auch der Pfarrer hat gut getrunken, und in seinen Gedanken tauchen alte Liebeskränkungen auf – sie war schön, Augen wie Brunnen, doch umso schlimmer ihr Verrat. Beide schlafen in der Stille des Waldes ein. Auch der Förster taumelt durch den Wald, und als er die Füchsin sieht, schießt er. Das Einzige, was er beinahe trifft, ist der erschrockene Schulmeister, der fluchtartig aus der Schusslinie rennt. Auf der Lichtung, wo Schlaukopf nachts umherstreift, erscheint der Fuchs Goldrücken. Ein hübscher Bursche, und Schlaukopf kann die Augen nicht von ihm lassen. Schüchtern lernen sie sich kennen, und die Füchsin erzählt von ihrer Kindheit in der Försterei. „Die darf mir keiner wegschnappen“, denkt der Fuchs entschlossen. Er verschwindet, kommt aber bald mit einem Geschenk zurück – einem Kaninchen. Schlaukopf ist zunächst verlegen, doch Goldrückens aufrichtiges Liebesgeständnis überzeugt sie. Der Wald hat einen neuen Skandal! Schlaukopf und Goldrücken – und das ganz ohne ordentliche Hochzeit! Der Eule fallen fast die Augen aus, als sie es überall herumerzählt. Inzwischen vertraut Schlaukopf Goldrücken an, dass ihre Liebe nicht ohne Folgen geblieben ist. Was bleibt also anderes, als gleich zum Pfarrer zu gehen. Der Specht traut die beiden, und der ganze Wald feiert Hochzeit.
Der Sommer verschwand unter den Farben des Herbstes, die wiederum einer Schneedecke wichen. Doch ehe man sich versah, war wieder Frühling, Sommer und erneut Herbst. Der Förster trifft im Wald auf Harašta. Geht er wirklich nur wegen Geflügel auf den Markt, oder wildert er wieder? Harašta schwört, dass nicht, aber falls der Herr Förster es nicht bemerkt habe – dort am Rain liegt ein toter Hase. Der Förster erinnert sich an die Füchsin und stellt eine Falle. Inzwischen ist die Fuchsfamilie gewachsen, und die neugierige Kinderschar zu beaufsichtigen, ist für die Eltern eine rechte Aufgabe. Auch Schlaukopf entgeht der tote Hase nicht, doch sie erkennt die gestellte Falle. Harašta hat den Fuchsschwanz gesehen. Er wird bald heiraten, und so ein Pelz wäre ein schönes Geschenk für seine Braut. Er greift sich einen Stock und eilt der Füchsin nach, doch das Waldgetier läuft ihm zwischen die Beine, und Harašta landet mit blutender Nase. In der Zwischenzeit plündert Schlaukopf mit ihren Jungen seinen Geflügelrucksack. Der wütende Harašta erschießt sie.
Im Wirtshaus herrscht Trübsal. Pásek ist nach Brünn gefahren, und seine Frau hat keine Zeit, sich mit Gästen zu unterhalten. Der Pfarrer kommt nicht mehr, und dem Schulmeister ist nicht nach Reden – seine heimliche Liebe heiratet heute. Sie gehen früh auseinander, und der Förster macht sich auf in den Wald und nach Hause. Alles erinnert ihn an seine Jugend und den Tag seiner Hochzeit. Wie lange ist das schon her… Ein kleines Füchslein, neugierig, schmiegt sich an den Förster – es gleicht seiner Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten. Die Zeit vergeht – „das bin nicht ich, das war der Großvater“, ruft der Grashüpfer. Das Leben steht still – für eine Sekunde – und die Sekunde ist ein ganzes Leben. Der Kreis schließt sich, und doch geht er weiter…
Die berühmteste Füchsin der Opernbühne ist doch die Brünnerin von Janáček!
Bezaubernd, liebevoll, voller Kinder und ihrer Spielsachen, die spielerisch das Haus des Försters in einen Wald und sich selbst in Waldtiere verwandeln.
Jede Oper von Janáček ist ein Solitär, und Das schlaue Füchslein, in der sich auf der Bühne die Welt der Menschen mit der der Tiere vermischt, hat im Operngenre kein Pendant. Janáček suchte ein Thema, das seine Sicht auf die Welt und den ewigen Kreislauf des Lebens widerspiegelte – und so stirbt sein Füchslein durch die Hand des Wilderers Harašta. Doch da ist schon ein neues kleines Füchslein… das Leben geht weiter. So soll es sein – und genau das sagt auch Janáčeks Musik, lyrisch und melodisch, mit einem Orchester, das in den Farben der Wälder von Bílovice und ihrer lebendigen Tierwelt erstrahlt. Alles funkelt hier vor Humor, ein wenig rau auf Janáčksche Art, und doch voller Güte.
Der Autor der literarischen Vorlage, Rudolf Těsnohlídek, ist der Begründer der schönen Tradition des Weihnachtsbaums der Republik, und die Geschichte vom Auffinden des kleinen Mädchens Liduška im Wald zur Weihnachtszeit wurde auch für Leoš Janáček zu einer der Inspirationen für die Fuchs-Erzählung. Diese Idee spiegelt sich auch in der Inszenierung von Regisseur Jiří Heřman wider:
„Die Inspiration entsprang Těsnohlídeks großer Idee, das Kinderhaus Dagmar zu errichten, in das wir unsere Inszenierung verlegt haben. Wir erzählen die Geschichte des Füchsleins mit den Augen der Kinder.“
Premiere: 17. November 2018 im Janáček-Theater
Einstudiert in tschechischer Originalsprache mit tschechischen, englischen und deutschen Übertiteln.
Die Inszenierung ist für Kinder ab 6 Jahren geeignet.







